Chinesisches Horoskop

Die chinesische Astrologie ist untrennbar mit dem chinesischen Kalender verbunden, dessen historische Entstehung nicht geklärt ist und daher gerne auf eine uralte Legende zurückgeführt wird. So soll Buddha eines Tages die Tiere zu einem Gelage eingeladen haben, aber nur zwölf von ihnen sollen auch tatsächlich erschienen sein. Als Erstes kam die Ratte, als Zweites der Büffel, als Drittes der Tiger, als Viertes der Hase, als Fünftes der Drache, als Sechstes die Schlange, als Siebentes das Pferd, als Achtes die Ziege, als Neuntes der Affe, als Zehntes der Hahn, als Elftes der Hund und als Letztes das Schwein. Während Buddha auf die anderen Tiere böse war, gewährte er den anwesenden zwölf Tieren zum Dank die Gabe, abwechselnd je einem Jahr ihre typischen Eigenschaften zu geben.
Die Ratte bekam das erste Jahr, da sie schlau genug gewesen war, auf dem Rücken des Büffels anzureisen, um kurz vor dem Ziel abzuspringen und den Büffel abzuhängen. Die Legende weiß auch zu berichten, dass die Ratte zuvor die Einladung der Katze verschwinden lassen hatte – weshalb diese bis heute blutige Rache an Ratten und Mäusen nimmt. Das Schwein wiederum soll nicht eingeladen gewesen, sondern zufällig an die Einladung der Katze gekommen sein …
Wie dem auch sei: Natürlich hat die Legende keinerlei Anspruch auf historische Authentizität, erklärt aber auf fantasievolle Weise, warum das chinesische Horoskop zwölf im Jahresrhythmus wechselnde Sternzeichen kennt. Historisch betrachtet sollen es ja zuvor 36 Tierkreiszeichen gewesen sein, die erst im Laufe der Zeit auf zwölf gekürzt wurden – aber wer weiß das schon so genau …

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Die 12 Sternzeichen

Betrachtet man die zwölf Sternzeichen etwas genauer, so erkennt man aber auch, dass nicht alles ganz so einfach ist. So etwa kommt in manchen Überlieferungen keine Ratte, sondern eine Maus vor, kein Büffel, sondern ein Ochse, und keine Ziege, sondern ein Schaf. Was soll man nun davon halten?
Hierfür gibt es eine ganze Reihe von Erklärungen – am einleuchtendsten ist wohl jene, dass sich der chinesische Kalender und mit ihm das Horoskop vom Osten Chinas aus nach Westen und Süden hin ausbreitete und auf diese Weise auch in Regionen heimisch wurde, in denen man andere Dialekte oder überhaupt andere Sprachen sprach. Es ist anzunehmen, dass dabei Übersetzungsfehler unvermeidlich waren. Ungeachtet dessen ist heute die Variante mit Ratte, Büffel und Ziege am weitesten verbreitet.
Neben den zwölf Tierkreiszeichen kennt die chinesische Astrologie – wie in westlichen Horoskopen – unterschiedliche Elemente. Ähnlich wie der Aszendent in der abendländischen Astrologie ist auch ein „Stundenregent“ bekannt, der einen weiteren Einfluss ausübt. Und selbst den Jahreszeiten und den vor allem aus dem Daoismus bekannten Größen Yin und Yang kommt eine nicht unerhebliche Rolle zu.

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Die 5 Elemente

Für einen westlichen Menschen, der nicht in die asiatische Denkweise eingebettet ist, ist das chinesische Horoskop nicht leicht zu durchschauen, obwohl es eine ebenso logische wie komplexe Lehre darstellt. Mögen die verschiedenen Faktoren anfangs auch ziemlich verwirrend wirken, so gestatten sie, wenn man sie erst einmal im Griff hat, sehr konkrete Deutungen.
Nehmen wir etwa die Elemente her: Im Unterschied zur westlichen Astrologie gibt es im chinesischen Horoskop fünf statt vier Elemente: Dabei handelt es sich um Wasser, Feuer, Holz, Metall sowie Erde. Ähnlich wie in unserer Astrologie sind diese Elemente für ganz bestimmte Eigenschaften verantwortlich, werden aber nicht konkreten Tierkreiszeichen zugeordnet, sondern beherrschen abwechselnd jeweils ein Jahr.
Das Wasser steht für kreative, romantische und verträumte Menschen. Das Element Feuer fördert eine dynamische, energiegeladene und durchsetzungsstarke Persönlichkeit. Das Holz bringt gesellige, etwas behäbige und vernunftbetonte Personen hervor. Das Element Metall verstärkt einen unangepassten und unbeugsamen Charakter. Und die Erde macht zielstrebig, ehrgeizig und vielleicht sogar etwas starrsinnig.

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Die 4 Jahreszeiten

Bedenkt man, dass Kinder, die im Sommer geboren sind, zumeist ein wenig andere Wesenszüge aufweisen als solche, die im Winter das Licht der Welt erblicken, so erscheint es nur logisch, dass im chinesischen Horoskop auch den vier Jahreszeiten eine große Bedeutung beigemessen wird.
Wer im Frühling geboren wird, gilt in der chinesischen Astrologie als agil, optimistisch und künstlerisch begabt. Menschen, die im Sommer das Licht der Welt erblicken, sind aufrichtig, gutherzig und positiv denkend.
Leuten, die im Herbst Geburtstag haben, wird ein analytisches Denken nachgesagt, das sie anhand starrer Planung aber auch etwas unflexibel erscheinen lässt. Winterkinder wiederum sind zumeist ein wenig zögerlich und nicht sehr selbstbewusst, sondern äußerst bescheiden.

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Der Einfluss im Alltag

Das chinesische Horoskop hat nicht nur für die Menschen in China, sondern auch in ganz Ost- und Südostasien eine große Bedeutung – mehr noch als in unseren Breiten beeinflusst es die Lebensplanung eines großen Teils der Menschen. Anders als unsere westliche Astrologie dient es aber weniger dazu, einen Blick in die Zukunft zu werfen, sondern dazu, mehr über eine Person und ihre Charaktereigenschaften zu lernen.
Trotz der umwerfenden Fortschritte, welche die Gesellschaften Ost- und Südostasiens in den letzten Jahrzehnten machten, ist das chinesische Horoskop doch so stark im Denken der Menschen verwurzelt, dass die Mehrzahl von ihnen nach wie vor bedeutende Entscheidungen ganz nach ihm ausrichten!

Chinesisches Horoskop Ratte
Chinesisches Horoskop Büffel
Chinesisches Horoskop Tiger
Chinesisches Horoskop Hase
Chinesisches Horoskop Drache
Chinesisches Horoskop Schlange
Chinesisches Horoskop Pferde
Chinesisches Horoskop Ziege
Chinesisches Horoskop Affe
Chinesisches Horoskop Hahn
Chinesisches Horoskop Hund
Chinesisches Horoskop Schwein

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